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Wirtschaftliche Terminplanung

Welche Untersuchungen wann im Terminbuch stehen, entscheidet über die Wirtschaftlichkeit einer Radiologie. Hier wird aus der Kalkulation Planung: Slotvorlagen, Untersuchungsmix und die Frage, welche Untersuchungsarten in welchen Teil des Tages passen.

  • Slotvorlagen je Gerät und Betriebszeitfenster, abgeleitet aus den gemessenen Untersuchungszeiten und ihrer Streuung statt aus einem einzelnen Erfahrungswert
  • Pufferlage: wo Reserve für Notfälle, Nachschau und Überziehungen eingeplant wird, damit der Tag nicht kippt
  • Auslastungsbild: freie, blockierte und überbuchte Zeit je Gerät, Wochentag und Tageszeit
  • Ausfälle und kurzfristige Absagen: wie frei werdende Zeit wieder belegt werden kann
  • Aktueller Mix: Verteilung der Untersuchungsarten je Gerät, Wochentag und Tageszeit
  • Gewichtung nach wirtschaftlichem Beitrag: welche Untersuchungsarten im Verhältnis zu ihrem Deckungsbeitrag je Gerätestunde über- oder unterrepräsentiert sind
  • Erlösmix und Budgetstand: wie sich der Anteil budgetgebundener EBM-Leistungen (RLV/QZV), extrabudgetärer EBM-Leistungen und GOÄ über das Quartal entwickelt und ab wann der Grenzerlös einbricht
  • Szenarien: wie sich Änderungen an Slotvorlagen oder Mix auf Auslastung, Deckungsbeitrag und Terminvorlauf auswirken

Auch unterhalb der Kapazitätsebene geht es um Untersuchungsarten: Welche Untersuchungsarten und Slotlängen passen nach Deckungsbeitrag je Gerätestunde und Eignung des Geräts in welchen Teil des Tages – einschließlich der Bandbreite, in der ihre Dauer liegt.

Dieses Bild ist eine Entscheidungshilfe für die Kapazitätssteuerung, keine Vorgabe für die Terminvergabe am Telefon. Es gelten die unten genannten Grenzen.

  • Medizinische Dringlichkeit geht immer vor. Sie steht über jeder wirtschaftlichen Erwägung; der Versorgungsauftrag und die vertragsärztlichen Pflichten bleiben der Rahmen.
  • Wartezeiten werden überwacht. Terminvorlauf und Wartezeiten werden laufend mitgeführt, damit wirtschaftliche Planung nicht zu Lasten der Versorgung geht.
  • Entscheidungen sind nachvollziehbar und dokumentiert. Gewichtungen, Regeln und ihre Änderungen sind auditierbar festgehalten. Wir machen Vorschläge; welche Termine vergeben werden, entscheidet Ihre Praxis.

Dieselben Grundsätze gelten projektübergreifend; sie sind unter Vorgehen beschrieben.

  • Terminbuch- und RIS-Exporte, pseudonymisiert
  • Ergebnisse aus Kosten und Erlöse je Gerätestunde
  • Ihre Volumenmitteilungen der KV und die Regeln des jeweiligen Honorarverteilungsmaßstabs

Die Regeln zu RLV und QZV unterscheiden sich zwischen den KVen und ändern sich regelmäßig – Hintergründe dazu im Artikel RLV und QZV erklärt.

  1. Analyse: Auswertung von Slotvergabe, Untersuchungsmix und Volumenausschöpfung vergangener Quartale.
  2. Bericht und Workshop: Vorschläge für Slotvorlagen und Untersuchungsmix, jeweils mit erwartetem Effekt als Bandbreite, mit Ihnen und der Terminvergabe besprochen.
  3. Umsetzung (optional): Quartalsmonitor und Planungsunterstützung mit laufender Aktualisierung und angepassten HVM-Regeln.