Untersuchungsdauern messen und mit ihrer Unsicherheit vorhersagen
Slotlängen im Terminbuch beruhen oft auf Erfahrungswerten, die einmal festgelegt und selten überprüft wurden. Wir messen, wie lange Untersuchungen an Ihren Geräten tatsächlich dauern – und modellieren, wie stark diese Dauer schwankt und wie sicher die Schätzung ist. Erst das macht die Rechnung je Gerätestunde belastbar: Wer nur einen Mittelwert kennt, kennt auch den Deckungsbeitrag nur ungefähr.
Dauer als Bereich, nicht als eine Zahl
Abschnitt betitelt „Dauer als Bereich, nicht als eine Zahl“Eine Untersuchungsart hat keine feste Dauer. Wir geben sie deshalb als Wahrscheinlichkeitsbereich an – in der Form „80 % der Untersuchungen liegen im Bereich X bis Y“, wobei X und Y aus Ihren eigenen Daten stammen. Dazu kommt, wie sicher dieser Bereich ist: Eine Untersuchungsart mit wenigen Fällen wird vorsichtiger geschätzt als eine, die täglich vorkommt.
Was die Dauer beeinflusst
Abschnitt betitelt „Was die Dauer beeinflusst“- Protokoll und Gerät: welche Sequenzen tatsächlich gefahren werden, an welchem Gerät, in welchem Betriebszeitfenster
- Untersuchungsbezogene Merkmale (pseudonymisiert): Kontrastmittelgabe, eingeschränkte Lagerungsfähigkeit oder Immobilität, Klaustrophobie, stationär oder ambulant
- Tagesdynamik: verspätete Ankünfte, Ausfälle, entstehende Lücken, eingeschobene Notfälle und Verzögerungen, die sich auf nachfolgende Termine fortpflanzen
Diese Faktoren erklären einen Teil der Schwankung. Was sie nicht erklären, bleibt als Restunsicherheit ausgewiesen, statt weggemittelt zu werden.
Welche Daten wir typischerweise nutzen
Abschnitt betitelt „Welche Daten wir typischerweise nutzen“- DICOM-Header-Zeitstempel der MRT- und CT-Modalitäten (Studien-, Serien- und Akquisitionszeiten), pseudonymisiert
- Protokoll- und Sequenzbezeichnungen aus den DICOM-Headern
- RIS-Exporte mit Untersuchungsart, geplanter Slotlänge und Statuszeitpunkten
- ausgewählte untersuchungsbezogene Merkmale aus dem RIS (z. B. Kontrastmittelgabe, stationär oder ambulant), pseudonymisiert
Zeitstempel sind nur so gut wie ihre Quelle: Uhrzeitabweichungen zwischen Geräten oder manuell gesetzte RIS-Status prüfen wir in der Analyse ausdrücklich. Die Kennzahlen dazu erläutert der Artikel Durchsatzkennzahlen für MRT und CT.
Ergebnis
Abschnitt betitelt „Ergebnis“- Dashboard mit gemessenen Untersuchungsdauern je Untersuchungsart und Gerät, jeweils mit Streuung
- Vorschläge für Slotlängen, die sich an der gemessenen Verteilung statt am Mittelwert orientieren
- Vorhersage der erwarteten Dauer als Bereich mit Unsicherheitsangabe, nutzbar in der Terminplanung
- Grundlage für Kosten und Erlöse je Gerätestunde, Protokollpriorisierung und Wartezeiten
- Analyse: Auswertung eines Zeitraums historischer Untersuchungen und Abgleich mit den geplanten Slots.
- Bericht und Workshop: gemessene Verteilungen und Slotvorschläge, mit Leitung und MTR-Team überprüft.
- Umsetzung (optional): laufende Messung und Dauerprognose, damit Änderungen an Geräten oder Protokollen in der Planung ankommen.