Protokolle für die Optimierung priorisieren
In vielen Radiologien existieren über die Jahre gewachsene Protokolle: Varianten je Gerät, zusätzliche Sequenzen, unterschiedliche Vorgehensweisen je Team. Nicht jede Abweichung ist ein Problem, aber einige kosten täglich viel Gerätezeit. Wir zeigen, wo sich eine fachliche Überprüfung zeitlich am meisten lohnt.
Was wir analysieren
Abschnitt betitelt „Was wir analysieren“- Häufigkeit mal Dauer: welche Protokolle und Sequenzen in Summe die meiste Gerätezeit belegen.
- Streuung: Protokolle, deren Dauer stark schwankt – ein Hinweis auf Wiederholungen oder uneinheitliche Durchführung.
- Vergleiche: gleiche Untersuchungsart an verschiedenen Geräten, Standorten oder zu verschiedenen Zeiten.
- Wiederholte Sequenzen: wie oft Serien erneut aufgenommen werden, soweit dies aus den Metadaten erkennbar ist.
Welche Daten wir typischerweise nutzen
Abschnitt betitelt „Welche Daten wir typischerweise nutzen“- DICOM-Header der Serien (Protokoll- und Sequenzname, Serien- und Akquisitionszeiten), pseudonymisiert
- Geräte- und Standortzuordnung
- optional RIS-Daten zur Untersuchungsart
Bildinhalte werden nicht ausgewertet. Wir arbeiten ausschließlich mit Metadaten.
Ergebnis
Abschnitt betitelt „Ergebnis“- Priorisierte Liste von Protokollen und Sequenzen mit dem größten zeitlichen Hebel, jeweils mit den zugrunde liegenden Messwerten
- Dashboard zur Protokollnutzung und -dauer je Gerät
- Nachverfolgung: Nach einer Änderung lässt sich messen, wie sich die Dauer tatsächlich entwickelt hat.
Klare Aufgabenteilung
Abschnitt betitelt „Klare Aufgabenteilung“Ob und wie ein Protokoll geändert wird, ist eine medizinische Entscheidung. Sie liegt bei den verantwortlichen Radiologinnen und Radiologen, die dabei Bildqualität und Fragestellung abwägen. Unsere Analyse liefert ausschließlich eine organisatorische Priorisierung: Sie zeigt, wo eine Überprüfung zeitlich besonders relevant ist – nicht, wie ein Protokoll aussehen sollte.
- Analyse: Auswertung der DICOM-Metadaten eines repräsentativen Zeitraums.
- Bericht und Workshop: die priorisierte Liste, gemeinsam mit ärztlicher Leitung und MTR-Team besprochen.
- Umsetzung (optional): fortlaufende Auswertung, damit die Wirkung von Anpassungen sichtbar bleibt.
Grundlage sind die gemessenen Untersuchungsdauern und ihre Streuung.